Rover bei „Sir Vival“ Rüdiger Nehberg

Die Rover unseres Stammes besuchten Rüdiger Nehberg bei einer seiner spannenden Vortragsveranstaltungen, die zuletzt in der vollbesetzten Stadthalle in Aschaffenburg stattfand. Nehberg, von vielen auch „Sir Vival“ genannt, ist ein deutscher Survival-Experte und Aktivist für Menschenrechte.

Es gibt wohl kaum einen Menschen auf der Welt, der von so vielen Abenteuern erzählen kann wie er. Grund genug also, ihm mit der Roverrunde einen Besuch abzustatten, und seinen „Lagerfeuergeschichten“, wie er sein Programm nennt, zu lauschen.

Im ersten Teil der Veranstaltung nimmt uns Rüdiger mit auf eine Reise durch sein aufregendes Leben als Überlebenskünstler. Den gelernten Bäckermeister zog es schon früh in die Ferne, und so lernte er auf vielen Touren rund um die Welt, sich mit dem Allernötigsten durchzuschlagen. Er berichtet dabei auch von „interessanten“ Techniken zur Nahrungssuche, wie zum Beispiel einer Schlange ihren vorher verspeisten Frosch wieder heraus zu kitzeln, um ihn hinterher selber essen zu können.

„Der Mann ist ja total durchgeknallt, aber ich finde ihn saucool!“, zeigt sich Dominik Wagner in der Pause beeindruckt von Nehbergs zahllosen Unternehmungen, wie der dreifachen Überquerung des Atlantiks auf einem 18 Meter langen, mit Auslegern versehenen Baumstamm. Der mittlerweile 79-jährige wollte damit auf die Missstände in Südamerika aufmerksam machen, wo das Naturvolk der Yanomami Jahrzehnte lang von der Goldgräber-Mafia unterdrückt wurde.

Seit der Jahrtausendwende beschäftigt sich Nehberg aber mit einem gänzlich anderen Thema: Dem Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Afrika, wovon er im zweiten Teil seines Vortrags berichtet. Als er die schockierenden Bilder und Videos zeigt, die er von eigenen Expeditionen mitbrachte, wird es still im Saal. Weit schlimmere Bilder hat er in einem Ordner dabei, den man sich auf Wunsch anschauen kann, wenn man es sich zumuten möchte.

Seit seinen ersten Erfahrungen mit Genitalverstümmelungen kämpft Nehberg unermüdlich und kann seitdem unglaubliche Erfolge verbuchen. Er hat mit den höchsten Vertretern des Islam auf eigens einberufenen Konferenzen diese Gräueltaten in mehreren Fatwas als große Sünde verurteilen lassen. Seitdem befreit er in Afrika mit dieser Botschaft Stamm für Stamm von der Bürde dieser Tradition und hat damit schon unzählige Kinder vor der Rasierklinge bewahrt.

Es war für die Rover sehr beeindruckend zu sehen, was ein einzelner Mann alles bewirken kann, wenn er nur fest an sein Ziel glaubt.

Nach der Veranstaltung musste natürlich noch ein Gruppenfoto gemacht werden, bevor alle wieder die Heimreise nach Wächtersbach antraten.

target_logoWer die Arbeit von Rüdiger Nehberg unterstützen möchte, kann das über seine Menschenrechtsorganisation Target e. V. tun. Infos zu seiner Zeit als Überlebenskünstler und zu Terminen seiner sehenswerten Vorträge gibt es hier.

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